Achtsamkeit schafft sichere Räume
Prävention von Sexualisierter Gewalt in unserer Pfarrei
Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Erwachsenen hat in unserer Pfarrei höchste Priorität. Wir setzen uns aktiv für sichere Räume, transparente Strukturen und eine Kultur der Achtsamkeit ein.
Prävention von sexualisierter Gewalt ist für uns kein Zusatz, sondern ein grundlegender Bestandteil unseres pastoralen Handelns. Wir setzen die Präventionsordnung des Erzbistum Berlin sowie unser Schutzkonzept konsequent um und entwickeln unsere Schutzmaßnahmen kontinuierlich weiter.

Was ist sexualisierte Gewalt?
Sexualisierte Gewalt
umfasst körperliche oder psychische Grenzüberschreitungen, bei denen die Intimsphäre eines Menschen verletzt wird – häufig im Zusammenhang mit Machtmissbrauch.
Sexualisierte Gewalt
kann unterschiedliche Formen annehmen – von übergriffigem Verhalten, anzüglichen Bemerkungen oder unerwünschten Berührungen bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen.
Sexualisierte Gewalt
beginnt nicht erst dort, wo eine strafbare Handlung vorliegt. Bereits Grenzüberschreitungen unterhalb der Strafbarkeit können verletzend sein und werden ernst genommen.
Unser Schutzkonzept und Verhaltenskodex
Wie jede neu gegründete Pfarrei verfügt auch St. Klara über ein institutionelles Schutzkonzept. Darin sind verbindliche Regelungen und Maßnahmen festgelegt, die dazu beitragen, sexualisierte Gewalt wirksam vorzubeugen und mögliche Risiken zu minimieren.
Ein zentraler Bestandteil des Schutzkonzeptes ist unser Verhaltenskodex. Er beschreibt verbindlich den Umgang mit Kindern, Jugendlichen sowie schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen und schafft klare Orientierung für alle haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden.
Das Schutzkonzept wurde in unseren Gremien beraten und gemeinsam von Kirchenvorstand und Pfarreirat beschlossen. Es wird regelmäßig überprüft und weiterentwickelt.

Präventionsschulungen in unserer Pfarrei
Zur Vorbeugung von sexualisierter Gewalt gehört in erster Linie Aufklärung. Alle Personen, die in der Pfarrei St. Klara – und darüber hinaus in allen Einrichtungen und Kirchengemeinden des Erzbistums Berlin – tätig werden möchten, egal ob haupt- oder ehrenamtlich, sind verpflichtet, vor Antritt ihrer Tätigkeit an Kursen teilzunehmen. Diese Schulungen sensibilisieren für das Thema, vermitteln Wissen darüber, wie Auffälligkeiten erkannt werden können, und befähigen dazu, angemessen zu handeln.
Unsere nächsten Kurse zur Sensibilisierung im Umgang mit sexualisierter Gewalt:
Basiskurs zur Prävention vor sexualisierter Gewalt
am Samstag, 27.06.2026, ab 10:00-16:30 Uhr in St. Rita
Was tun bei einem Verdacht?
Wenn Sie eine Grenzverletzung beobachten oder selbst betroffen sind:
(Schritte im Schutzkonzept sind eine Wissenschaft für sich, es sollte niederschwellig erklärt werden, was zu tun ist und wer unterstützen kann)

- Nimm Deine Wahrnehmung ernst.
Wenn Du selbst betroffen bist oder Auffälligkeiten bemerkst, ist das wichtig. - Notiere, was passiert ist.
Schreibe auf, was Du gesehen, gehört oder erlebt hast – Datum, Ort, Beteiligte. - Nimm Kontakt auf.
Wende Dich an einen Präventionsbeauftragten unserer Pfarrei oder an die unabhängigen Ansprechpersonen des Erzbistums.
Danach sind wir an der Reihe:
Deine Meldung wird vertraulich behandelt. Die Präventionsperson informiert die zuständigen Stellen, um den Sachverhalt zu prüfen. Es wird ein Aufklärungsprozess gestartet, der Deine Sicherheit und die aller Beteiligten schützt.

Hinweise & Feedback

Wenn Sie Anregungen zu unserem Schutzkonzept haben oder auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam machen möchten, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung an gewaltfrei@st-klara-berlin.de.
Gemeinsam tragen wir Verantwortung für eine sichere und achtsame Kirche.
Pfarrei-Präventionsbeauftragter von sexualisierter Gewalt
Diakon Rui Wigand
